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21.02.2020

Bachelor Professional als Zusatzbezeichnung für Handwerksmeister

In den vergangenen Jahren gab es bereits verschiedene Vorstöße und Aktivitäten, die die Aufwertung von Handwerksberufen befördern sollen. Es wurden Programme diskutiert und auch beschlossen, die durch Bafög und Prämien die Entscheidung für eine Weiterbildung im Handwerk förderten. Neben finanziellen Unterstützungen ging es aber auch darum, für die Meister etwas in Richtung einer Gleichstellung der Weiterbildung mit dem Studium zu tun. So wurde zum Jahresende 2019 von der Bundesregierung beschlossen, für 12 der Berufe, die 2004 die Meisterpflicht verloren, diese wieder einzuführen. Auch diese Maßnahme stärkt die Bemühungen, die berufliche Weiterbildung im Handwerk mit dem Studium vergleichbarer zu machen.

In diesem Sinne ist ein weiterer Vorschlag konsequent: Die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes sieht vor, dass Meister mit dem Zusatz „Bachelor Professional“ eine international verständliche Bezeichnung für ihren beruflichen Abschluss erhalten. Nach dieser Logik können sich Betriebswirte im Handwerk dann als „Master Professional“ bezeichnen. Vom ZDH heißt es dazu: „Die Zusatzbezeichnungen machen deutlich, dass die beruflichen Abschlüsse der zweiten und dritten Stufe auf einer Ebene mit den akademischen Abschlüssen Bachelor und Master stehen“. Ein wichtiges Signal an junge Menschen im Sinne der gleichwertigen Behandlung von beruflicher und akademischer Bildung.

Die aufgeführten Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Entscheidung junger Leute für eine duale Aus- und Weiterbildung im Handwerk zu erleichtern. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich diese Erwartungen erfüllen.